
Die Zeitschrift für Medienwissenschaft steht für eine kulturwissenschaftlich orientierte Medienwissenschaft, die Untersuchungen zu Einzelmedien aufgreift und durchquert, um nach politischen Kräften und epistemischen Konstellationen zu fragen. Sie stellt Verbindungen zu internationaler Forschung ebenso her wie zu verschiedenen Disziplinen und bringt unterschiedliche Schreibweisen und Textformate, Bilder und Gespräche zusammen, um der Vielfalt, mit der geschrieben, nachgedacht und experimentiert werden kann, Raum zu geben.
Nicht erst seit den Debatten über cultural appropriation ist Aneignung ein wiederkehrendes und wichtiges Thema der Medienwissenschaft. Hatten die Cultural Studies die aktive Rezeption als Form der Aneignung aufgefasst, so hat sich mit den digitalen Partizipationskulturen das Versprechen der User*innen-Ermächtigung auf das 'Prosumieren' verlagert. Der Schwerpunkt schlägt vor, am Beispiel von Meme-Kulturen die Potentiale und Probleme von Aneignung neu zu überdenken und dabei die Kritik an kultureller Aneignung, aber auch Ideen zum digitalen commoning aufzugreifen: Wann kann Aneignung widerständig oder solidarisch sein, und in welchen Fällen reproduziert sie herrschende Besitz- und Machtverhältnisse?
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